Freiheit statt Gleichheit – Eigenverantwortung statt Kollektivismus – Mehr Markt statt Bürokratisierung – Entfesselung der Wirtschaft statt Leistungsdämpfung als Folge zu hoher Steuerlast und Regulierungsdichte – Familienförderung und Bevölkerungspolitik statt ungesteuerter Massenimmigration

 

    EPOCHE, das konservative Ideenmagazin, dem Ministerpräsident Franz Josef Strauß Dank und Anerkennung aussprach – und das sein Vorgänger Alfons Goppel »epochemachend« nannte – präsentieren wir Ihnen als Netzzeitschrift (Internet-Magazin / Online-Artikeldienst). Im Herbst 1976 aus der Taufe gehoben, erschien die EPOCHE ab Januar 1977 unter den Gründungspräsidenten Otto Schedl (früher bayerischer Wirtschaftsminister, Finanzminister und Stellvertreter des Ministerpräsidenten) und Dietrich Bahner (vormals Landesvorsitzender der F.D.P. in Bayern, damals stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Union). Herausgeber der EPOCHE waren in den Jahren des Aufbaus Winfried Martini (Kommentator am Bayerischen Rundfunk), Walter Hoeres (Professor für Philosophie in Freiburg i.Br.) und Karl Ludwig Bayer. Zahlreiche Persönlichkeiten wie Hans Habe (einer der Gründerväter der freien Presse nach dem Zweiten Weltkrieg und Konrad-Adenauer-Preisträger 1977), Star-Satiriker Hans Weigel, Steuerfachanwalt Ministerialrat a.D. Walter Eckhardt MdB und viele andere – beispielhaft sei Gerhard Wolfgang Goldberg (Publizist und Unternehmer in Hamburg) hervorgehoben – halfen mit, die EPOCHE zum Erfolg werden zu lassen.

    Franz Josef Strauß veröffentlichte in seinem letzten Lebensjahrzehnt mehrere Aufsätze in der EPOCHE – wie auch ein Vorgänger und ein Nachfolger von ihm im Ministerpräsidentenamt. Obwohl konservative Unionspolitiker die EPOCHE als wichtige Denkwerkstatt ihrer Presse- und Informationsarbeit sehen, legt die so umworbene Redaktion großen Wert auf ihre Unabhängigkeit. Die EPOCHE versteht sich als intellektuelle Phalanx, die in die Parteien hineinwirkt und gerne mit einzelnen konservativen Persönlichkeiten kooperiert. Eine solche Zusammenarbeit ist stets ideeller Natur – ein Ausdruck geistiger Übereinstimmung. Materiell hingegen gibt es keine Verbindungen zu Parteien oder Politikern. Die EPOCHE betreibt keine Werbung – außer für Ideen. Einige Stimmen zur geistigen Ausstrahlung: »Die EPOCHE findet auch unter Politikern wachsendes Interesse« (Die Welt); »ein geistiges Skalpell« (Matthias Walden); »erzkonservatives Jugendmagazin« (Süddeutsche Zeitung); »notwendiges Korrektiv« (Alfred Dregger); »bedeutendes Sprachrohr des modernen freiheitlichen Konservatismus« (Prof. Hans Maier); »politisch-intellektuelles Leuchtfeuer« (Peter Ramsauer MdB); »konservatives Korrektiv gegen die an Schulen und Universitäten besonders rührige Linkspublizistik« (Michael Schottenhamel); »konservative Publikation von Format« (Max Streibl); erfolgreich durch »mutiges journalistisches Engagement« (Franz Josef Strauß); »geprägt von klaren weltanschaulichen Grundsätzen« (Lothar Späth). Axel Springer nannte die EPOCHE »meine Lieblingslektüre« und schrieb am 23.10.1984: »Jeden Monat freue ich mich auf die Lektüre der EPOCHE.« Ein Schreiben Axel Springers endete mit dem Satz: »Wie gut, daß es die EPOCHE gibt!« Arnulf Baring versicherte, daß er die EPOCHE »jedes Mal mit Vergnügen und Zustimmung studiere«. Manfred Wörner (NATO-Generalsekretär 1988-1994) nannte die EPOCHE ein Ideenmagazin, das wichtige bewußtseinsbildende Arbeit leiste und als »Argumente- und Informationsmagazin für Meinungsführer und Multiplikatoren« wirke.

    Ein weiteres Wort von Franz Josef Strauß: »Die EPOCHE hat ihr Profil gewonnen als liberal-konservative Stimme in einer Zeit, in der eine Standortbestimmung aus klaren weltanschaulichen Grundsätzen heraus von wachsender Bedeutung ist.« Ingo Friedrich, stellvertretender Parteivorsitzender der CSU und Vizepräsident des Europaparlaments, bekannte: »Deutschland braucht die Analysen und Kommentare der EPOCHE zur Ideengebung. Ich jedenfalls genieße im wahrsten Sinne des Wortes viele Beiträge der EPOCHE.« Otto von Habsburg urteilte, die EPOCHE sei »wirklich sehr interessant formuliert, entspricht den Bedürfnissen der Gegenwart und kann in einer kritischen Zeit tatsächlich viel für die gute Sache tun«. Peter Ramsauer (Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag) schrieb an Karl Ludwig Bayer, er wisse es aus eigener Anschauung zu schätzen, „wie sehr Sie auf Ihren Tagungen und Symposien gerade Elite- und Nachwuchsförderung – und damit wichtige Bildungs- und Erziehungsarbeit – betrieben haben. Man kann auch mit Fug und Recht sagen, daß im Laufe der Zeit viele der von Ihnen geförderten jungen Leute wichtige Positionen im öffentlichen Leben bis hin zu politischen Führungsämtern und Mandaten in Landtagen, dem Deutschen Bundestag und im Europaparlament erlangt haben.« Der frühere israelische Botschafter Ehud Avriel nannte die EPOCHE kurz und prägnant »anständig«. Auch Bernhard Vogel, der nacheinander Ministerpräsident eines alten (Rheinland-Pfalz) und eines neuen Bundeslandes (Thüringen) war, ehrte die EPOCHE: »Kontinuierlich und unerschrocken ein bestimmtes Profil zu wahren, auch gegen Zeitströme zu schwimmen, bedeutet eine beachtliche Leistung. Dies trifft auf die EPOCHE zu. Sie hat eindeutig, fern jedes Gefälligkeits-Journalismus ihre Linie vertreten, die von einem freiheitlichen Konservatismus geprägt ist. Die Arbeit ist gekennzeichnet durch den Einsatz für unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung, die repräsentative Demokratie, den sozialen Rechtsstaat, die Soziale Marktwirtschaft und für das atlantische Bündnis, das auf unserer gemeinsamen Wertvorstellung beruht. Damit hat der Herausgeber, Herr Karl Ludwig Bayer, seine Mitarbeiter und die Autoren einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung in der Bundesrepublik Deutschland geleistet. Dieser Beitrag ist auch für unsere Zukunft unverzichtbar.«

    Dabei richtet sich der Blick auf die junge Generation: Es ist Ziel der EPOCHE, möglichst viele junge Menschen mit dem geschriebenen Wort und dem gesprochen Wort (Vorträge, Bildungsseminare) zu erreichen. Jede Förderung unserer Arbeit bildet einen wichtigen Baustein zur Bewußtseinsbildung. Es geht um die Überwindung der Leistungs- und Technikfeindlichkeit, um die  Stärkung der freiheitlichen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung im Denken der Menschen – um gefestigtes Wertebewußtsein und um die nachhaltige Stärkung des geistigen Fundaments unserer Zukunft in Freiheit.

    Die Meinungsbildungsprozesse in der Gesellschaft verlaufen vielschichtig – eine zentrale Rolle spielen dabei immer die Meinungsführer (»Multiplikatoren«) und Entscheidungsträger: Personen, deren Kompetenz innerhalb der Gruppen, in denen sie sich bewegen, anerkannt ist. In der jungen Generation sind dies Funktionsträger von Jugendorganisationen, Jungpolitiker in der Schülerunion oder in Studentenverbänden, Schul- und Klassensprecher, Redakteure von Studentenzeitungen oder Jugendsprecher in Betriebsräten – geistig wache junge Menschen, die linkem Wunschdenken mißtrauen und sich zur konservativ-freiheitlichen Seite hingezogen fühlen. Sie sind überdurchschnittlich interessiert und denkfähig – sie  stellen die Führungsschicht von morgen. An sie wendet sich die EPOCHE, gibt ihnen Impulse und Argumente, formt und verbessert ihre Artikulationsfähigkeit. Parteiunabhängige Institutionen wie die »Denkfabrik« und »Wortschmiede« EPOCHE sind dazu erfahrungsgemäß weit wirkungsvoller in der Lage als jede noch so gute Parteipresse.

    Wer mit besseren Ideen und größerer Überzeugungskraft die Jugend gewinnt, der gewinnt damit die Zukunft. Die Lektüre formt das Bewußtsein – und das Bewußtsein formt das Sein. Die Einsicht, daß Freiheit die Voraussetzung für schöpferische Leistung ist – die Erfahrung, daß sozialistisches Gleichheitsstreben den Menschen Motivation und Kreativität nimmt und die Wirtschaft lähmt –, muß im Bewußtsein der jungen Generation stärker verankert werden. Frei nach Thomas Mann: Ideen von heute sind Taten von morgen.

 

 

    Ende 2001 und Anfang 2002 feierte die EPOCHE ihr Vierteljahrhundert-Jubiläum mit Vortragsveranstaltungen. Wir illustrieren mit einer kleinen Auswahl von zehn Bildern 25 Jahre
 

 

V.r.n.l.: Kernphysiker Edward Teller, Herausgeber Karl Ludwig Bayer, EPOCHE-Freund André Kostolany. Teller, der auf der Zehn-Jahres-Feier der EPOCHE die Festrede gehalten hatte und nahe der Universität Stanford (Kalifornien) lebte, schrieb an den Herausgeber: »It is always a pleasure to receive a new copy of EPOCHE.« V.r.n.l.: Karl Ludwig Bayer konnte ein Jahr lang – Ende 1976 bis zum frühen Tod dieses Meisters der Feder im Herbst 1977 – auf Hans Habes Rat bauen. Das TAGEBUCH am Beginn jedes EPOCHE-Heftes führte Hans Habe ein (in Erinnerung an Leopold Schwarzschilds Zeitschrift Tagebuch vor dem Zweiten Weltkrieg).
 

 

V.r.n.l.: Der Herausgeber im Gespräch mit Otto von Habsburg (Internationaler Präsident der Paneuropa-Union, von 1979 bis 1999 profiliertester Außenpolitikexperte im Europäischen Parlament). Viktor E. Frankl, der große Psychologe, war der EPOCHE zwei Jahrzehnte lang eng verbunden. Mit der moralischen Autorität eines ehemaligen NS-Opfers wandte er sich gegen kollektive deutsche Schuldkult-Rituale.
 

 

 

V.r.n.l.: Moskau-Emigrant Michael Voslensky, Verfasser der richtungsweisenden Kommunismus-Analyse »Nomenklatura« (sitzend) war Redner und Autor der EPOCHE. Das Bild entstand auf einem Symposium in München, das von Herausgeber Karl Ludwig Bayer und EPOCHE-Gründungspräsident Minister a.D. Otto Schedl (links) moderiert wurde. Michael Voslensky und Otto Schedl sind heute nicht mehr am Leben. Für sie gilt, was Goethe zu Eckermann sagte: daß der menschliche Geist der Sonne gleicht, die nur zum Schein untergeht, in Wahrheit aber immerfort leuchtet. V.r.n.l.: Herausgeber Karl Ludwig Bayer mit Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin, der in diesem Gespräch an die Deutschen appellierte, friedensbereite Araber wirtschaftlich zu fördern, um ihnen »das Gefühl zu geben, daß es sich lohnt, mit dem Westen verbündet zu sein«. Doch weder Friedensmärtyrer Rabin noch Shimon Peres schafften es. Das Frieden-durch-Stärke-Konzept nationalkonservativer Likud-Politiker (die irgendwann fortsetzen werden, was Likud-Pionier Menachem Begin mit Ägypten begann) ist eine notwendige Antwort auf den Versuch der Terroristen, Israel zu zerstören.
 

 

 

V.r.n.l.: Der Philosoph Russell Kirk, Annette Kirk, Ronald Reagan. Präsident Reagan verlieh Russell Kirk den höchsten zivilen Orden der USA für seine Leistungen als Vordenker der amerikanischen Konservativen. George W. Bush steht in dieser von Kirk geprägten Denktradition des "Compassionate Conservatism".

V.r.n.l.: Der Herausgeber mit Russell Kirk auf einer gemeinsamen Veranstaltung von EPOCHE und Paneuropa-Union. Russell Kirk (»Godfather of the Conservative Movement«, wie er gelegentlich genannt wurde) war Wegweiser, Freund, Redner und Autor der EPOCHE. Seine Gedanken wirken weiter. Auch in Europa.

 

 

EPOCHE-Symposium: Links vorne in der ersten Reihe sitzt (und schreibt) der Konstanzer Erziehungswissenschaftler Wolfgang Brezinka. Daneben Cheflektor Johannes Eidlitz. Dritter von links: Alexander Röhrike, Mitarbeiter des CSU-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Uhl. Schlußdiskussion (v.r.n.l.): Johannes Singhammer MdB; Wolfgang Götzer MdB; Karl Ludwig Bayer; und Ingo Friedrich, Vizepräsident des Europäischen Parlaments. Die EPOCHE erfreute sich in der CSU breiter Zustimmung. Dies ändert nichts daran, daß sie parteiunabhängig arbeitet.

 

 

[ÜBERSICHT] Eine kleine Auswahl Leseproben

 

 

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